Bäume pflanzen für mehr Stadtgrün

Zahlreiche städtische Projekte haben das Ziel, mehr Natur in die Stadt zu holen bzw. den Grüngürtel zu erweitern, indem Bäume gepflanzt wurden. Zu nennen sind beispielsweise die Aktionen „Wald aktiv“ und „Wald der jungen Wiener*innen“ von WIENXTRA, der Wald von Wien Digital und die Obstbaumpflanzungen im Biosphärenpark Wienerwald der Wiener Lokalbahnen.

Gesundes Naschen im Park

In der Parkbetreuung Favoriten der „Wiener Kinderfreunde aktiv“ wurde fleißig gegartelt. Unter dem Motto „Gesundes Naschen“ bauten und bepflanzten Kinder und Jugendliche in Kooperation mit dem Verein Wiener Jugendzentren im Laubepark, im Arthaberpark und im Barankapark im Sommer 2021 Hochbeete. Es konnten bisher u. a. Salat, Mangold, Paprika, Kräuter und Radieschen geerntet werden. Da die Motivation der Kinder so groß ist, sind bereits weitere Standorte in Planung.

Wildnis ist Klasse!

Im Zuge des Projekts „Wildnis (ist) Klasse“ für Wiener Volksschüler*innen lernten die Kinder spielerisch die Lebensweise von Tieren in der Stadt und ökologische Zusammenhänge kennen. Anschließend setzen die Schüler*innen biodiversitätsfördernde Maßnahmen am Schulgelände um („wilde Ecken“, Pflanzung heimischer Stauden und Heckensträucher, Nisthilfen, begrünte Mauern zur Kühlung etc.). Die Kinder erleben, dass sie Handlungsmöglichkeiten haben und den aktuellen Krisen um Natur, Umwelt und Klima nicht hilflos gegenüberstehen. Mehr erfahren

Speicherbecken Gelbe Haide

Im 23. Bezirk wurde neben der Triester Straße am Rande des Drascheparks ein weiteres unterirdisches Speicherbecken als Überflutungsschutz gebaut und im Oktober 2020 in Betrieb genommen. Pro Sekunde können bis zu 15 000 Liter Wasser gespeichert werden – das entspricht dem Inhalt eines Tankwagens. An der Oberfläche befindet sich eine 4500 Quadratmeter große Grünfläche mit mehr als 1000 Pflanzen, die für ein angenehmes Mikroklima sorgen.

Der Gemeindebau blüht auf

In drei Anlagen von Wiener Wohnen sind Rasen mit unterschiedlichen Methoden zu Blühflächen umgewandelt worden. Das Projekt wird durch einen Monitoringprozess begleitet und läuft noch bis Ende 2022. Die Ziele sind Bewusstseinsbildung zum Thema Biodiversität und Naturschutz, Erhöhen des Blütenpflanzen-Anteiles sowie eine messbare Steigerung der Insektenvielfalt.

Die Plakette „Naturnahe Grünoase“

Seit 2013 ist es möglich, sich mit einer Grünfläche um die Plakette „Naturnahe Grünoase“ zu bewerben. Über 256 Objekte in Wien wurden bis Ende 2021 ausgezeichnet, hauptsächlich besonders naturnahe Hausgärten und Kleingärten sowie 37 Innenhofbegrünungen. Die Bezirke mit den meisten Auszeichnungen waren bisher Floridsdorf und Donaustadt. Mehr erfahren

Auf der Suche nach Spatz und Specht

Spatz

Selbst kleine grüne Inseln sind im urbanen Häusermeer für das Vorkommen und Überleben der Vögel wichtig! So das Endergebnis der Spatzen- und Spechtzählung 2020 bis 2021. Rund 1300 naturbegeisterte Wiener*innen beteiligten sich an dem von BirdLife Österreich und Stadt Wien – Umweltschutz durchgeführten Citizen Science Projekt zur Zählung der Spechte und Spatzen in der Bundeshauptstadt. Insgesamt langten 1927 Meldungen ein, die rund 8500 Vögel umfassen.

Der digitale Artenschutzkoffer

Der digitale Artenschutzkoffer ist eine Sammlung von kostenlosen Lehrmaterialien. Darin befinden sich Artensteckbriefe zu sechs Vogelarten und sechs Insektenarten in zwei Versionen (Grundstufe und Sekundarstufe), begleitende Aktionshefte und ein Übersichtsposter. Kinder und Jugendliche erfahren altersgemäß etwas über Insekten mit goldfarbenen Augen (Florfliege), die „Superkräfte“ des Mauerseglers, die wandelbare „Alien“-Raupe des Wiener Nachtpfauenauges und allerlei sonst Wissenswertes und Unterhaltsames über die Natur vor der Haustür in Wien. Mehr erfahren

Natur-Kennenlernen für Kinder

Die Stadt Wien bringt seit Jahren Kindergarten- und Volksschulkinder hinaus in die Natur. Unter Anleitung geschulter Umweltpädagog*innen werden Wiesen und Waldbereiche in Wien erkundet, etwa im Prater, am Wienerberg oder beim Laaer Wald. Die Kinder lernen dabei spielerisch die dort vorkommenden Pflanzen und Tiere kennen und bekommen den Wert der natürlichen Vielfalt vermittelt. In den Jahren 2020 und 2021 konnte aufgrund der Pandemie nur eine reduzierte Zahl an Führungen angeboten werden.

Wiener Tag der Artenvielfalt auf der Donauinsel

Im Jahr 2021 luden die Stadt Wien – Wiener Gewässer und die Stadt Wien – Umweltschutz zum Wiener Tag der Artenvielfalt auf die Donauinsel ein. Die Erkundung der dortigen Artenvielfalt fand als Teil des EU-Projekts LIFE DICCA statt. Im Zuge des Projektes wird versucht, mit verschiedenen Maßnahmen den Auswirkungen des Klimawandels auf das wertvolle Ökosystem entgegenzuwirken.

Nachtkerzenschwärmer & Kartäuserschnecke

Im Rahmen der ersten systematischen Kartierung der Reproduktionshabitate des Nachtkerzenschwärmers (Proserpinus proserpina) in Wien konnten substanzielle Erkenntnisse hinsichtlich der Verbreitungs- und Bestandssituation sowie Gefährdungsursachen dieser geschützten Falterart gewonnen werden. Der Erhaltungszustand der Kartäuserschnecke (Monacha cartusiana) wird aufgrund einer neuen Studie als gut eingeschätzt und hat sich demnach gegenüber den Vorjahren verbessert. Mehr erfahren

EU-Projekt LIFE Sterlet

In einem Aufzuchtcontainer auf der Donauinsel wurden von 2016 bis 2021 junge Sterlets aufgezogen. Durch Aufzucht und anschließende Auswilderung sollen wieder selbsterhaltende Populationen in der Donau entstehen. Der beinahe ausgestorbene Sterlet ist der kleinste der sechs Donau-Störe. Eines der Hauptziele des Projekts, die Auswilderung von insgesamt 150.000 Sterlets während der Projektlaufzeit, konnte sogar weit überschritten werden: Über 238.000 Jungfische wurden bis Herbst 2021 in der Donau ausgesetzt.

Nudging Kampagne in der Lobau

Nach dem Prinzip „Nudging“ sollen die Besucher*innen im Nationalpark angeregt werden, über ihr Verhalten in der Natur nachzudenken. Die Kampagne soll nicht mit erhobenem Zeigefinger wirken, sondern Denkanstöße geben, die zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit dem Schutzgebiet führen. Seit dem Start 2020 waren die Rückmeldungen durchwegs positiv. Auch die trotz sehr hohen Besucheraufkommens niedrige Devastierungsrate lässt den Schluss zu, dass die Kampagne seitens der Besucher*innen positiv aufgenommen wird.

Regionalpark DreiAnger

Der Regionalpark DreiAnger ist ein gemeinde- und bundesländerübergreifendes Projekt, dessen Ziel die Weiterentwicklung der Grünraumspange im Norden Wiens ist. Mit dem ca. 3000 ha großen Park wird ein wichtiger Erholungsraum geschaffen, der dazu beitragen soll, den Grüngürtel rund um Wien zu schließen. Im Berichtszeitraum wurden unter anderem neue ausgeschilderte Wanderrouten angelegt.
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